Terminhinweis der AsF Ibbenbüren: Darf’s noch etwas mehr sein als waschen, schneiden, föhnen?

Die Ibbenbürener SPD-Frauen laden wieder einmal zu einer Betriebsbesichtigung vor Ort ein. Am Montag, den 28. August um 19 Uhr, gibt es die Möglichkeit, beim Salon „Haar & Design Wahlbrink“ in der Jordanstraße 10 in Püsselbüren hinter die Kulissen zu schauen. Neben der Geschäftsführerin Tanja Hartmann wird auch die ehemalige Kreishandwerksmeisterin Erika Wahlbrink einiges zu dem Beruf der Friseurin, der traditionell immer noch eher von Frauen ergriffen wird, zu der Vielschichtigkeit des Berufes und den Arbeitsbedingungen im Betrieb sagen können. Neben einer lockeren Gesprächsrunde mit den Gästen können diese bei einem Glas Sekt miterleben, wenn an einem Modell demonstriert wird, wie Frau sich mit Frisur und Schminke „abendfein“ machen kann. Die SPD-Frauen freuen sich auf einen schönen Abend mit euch!!

Die Teilnahme an der Betriebsbesichtigung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist jedoch dringend erforderlich bis zum 21. August, entweder per Mail an Sonja@vongostomski.de bzw. telefonisch über 0176 / 52199234.

Das sollte keine Frau verpassen!!

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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – von wegen!

Auch in diesem Jahr für Equal Pay unterwegs - die AsF Ibbenbüren

Auch in diesem Jahr für Equal Pay unterwegs – die beiden Vorsitzenden der AsF Ibbenbüren (Susanne Spilker-Gottwald (links) und Sonja von Gostomski (rechts)

Es gibt noch immer eine Lohnlücke von 21 %

Anlässlich des sogenannten Equal Pay Days forderten die SPD Frauen und das Frauenforum der IGBCE am Freitag gemeinsam zwischen Oberen Markt und Neumarkt in Ibbenbüren, dass gleiche Arbeit zukünftig auch gleich bezahlt werden muss. Diese eigentliche Selbstverständlichkeit findet sich in der heutigen Arbeitswelt leider immer noch nicht wieder. Durchschnittlich bekommen Frauen für gleiche Arbeit, bei gleicher Qualifikation 21 % weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen.

Aufmerksam auf ihre Aktion machten die Frauen unter anderem mit den beliebten roten Taschen, die im Anschluss überall in der Innenstadt sichtbar auftauchten. „Wir hatten viele interessante Gespräche“, so Susanne Spilker-Gottwald, Ratsfrau und stellvertretende AsF-Vorsitzende aus Ibbenbüren. Neben der Lohn-Ungerechtigkeit war das Spektrum der Themen weit gefächert. Von internationaler Politik, über Kanzlerin-Herausforderer Martin Schulz, zur anstehenden Landtagswahl bis hin zu kommunalen Themen war alles dabei. „Es war eine gute Aktion mit gesamtgesellschaftlicher Wichtigkeit.“, so AsF-Vorsitzende Sonja von Gostomski. „Es ist richtig, dass die SPD für dieses Thema kämpft. Wir von der SPD Ibbenbüren werden es auf jeden Fall auch weiterhin tun.“

Es muss sich gekümmert werden!

Themenabend der SPD-Frauen zum Thema Altersarmut lokalisiert Ansätze zur auskömmlichen Rente und gegen Armut im Alter

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Zu einem brisanten wie auch hochaktuellen Thema luden die SPD-Frauen in der letzten Woche. „Suppenküche oder Zuverdienst“ – Betrifft das Thema Altersarmut etwa auch mich?“, so lautete die Ausgangsfrage, die von drei Referenten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde. Einen Einstieg mit Blick auf die aktuelle politische Lage lieferte die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schulte aus Borken. Sie bestätigte mit fundiertem Zahlenwerk, dass die Altersarmut bundesweit zunähme. Für eine genaue Analyse, wer von Armut betroffen sei, fehlten aber individuellere Auswertungen. Beim Thema Rente habe es durchaus Fortschritte gegeben, so die Abgeordnete, dennoch sei das aktuelle Rentensystem, das auf den drei Säulen gesetzliche Rente, Betriebsrente und private Vorsorge stehe, überholt. Um gegenzusteuern müsse allerdings in einer früheren Lebensphase angesetzt werden.  Nur wer während seines Arbeitsleben auskömmlich entlohnt würde, könne auch genügend zur Seite legen, um im Alter selbstbestimmt und in Würde zu leben. Mindestlohn, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, qualifizierte Kinderbetreuung, „Kein Kind zurücklassen“ sind daher wichtige Aspekte, die die SPD weiter vorantreibe.

Einen nachdenklich stimmenden Blick auf das Thema Altersarmut lieferte Melanie Haslage, die beim SkF Ibbenbüren für die Schuldner- und Insolvenzberatung zuständig ist. Sie erläuterte anhand zweier anonymisierter Fallbeispiele, wie die Lebenssituation armer Menschen in Ibbenbüren aussieht. „Altersarmut ist omnipräsent und dennoch macht sich Armut oft unsichtbar.“, so ihre Experteneinschätzung. Es stimme, dass die Zahl der Menschen, die Unterstützung benötigten auch in Ibbenbüren steige. Dabei schämten sich die meisten über ihre Notlage und versuchten alles, um dies vor den Nachbarn und Freunden zu verbergen. Die SkF hat das Projekt „Altersarmut“ ins Leben gerufen. Ehrenamtliche helfen dabei Betroffenen bei der Haushaltsplanung und beim Gang aufs Amt. Ziel sei es, armen Menschen aus ihrer Isolation herauszuhelfen.

Ganz konkrete Einschätzungen und Analysen zur privaten Vorsorge als auch zur betrieblichen Altersvorsorge, die laut Schulte in Zukunft vermehrt gepusht werden soll, lieferte der Rentenberater Frank Golfels aus Greven. Insgesamt gäbe es 750 Rentenberater bundesweit, die vergleichbar wie Steuerberater beim Thema Steuern, individuell beraten würden, welche sinnvollen Wege der privaten wie auch betrieblichen Vorsorge empfehlenswert seien. Auch Golfels räumte ein, dass die Einführung des Mindestlohnes ein Schritt in die richtige Richtung gewesen sei. Denn Menschen könnten nur dann etwas für später zur Seite legen, wenn dies für sie überhaupt finanzierbar sei. Nur wer während des Erwerbslebens in seine gesetzliche Rente einbezahle, so seine ehrliche Ausführung, hätte auch im Alter eine auskömmliche Rente zur Verfügung. Daher lehnt er, genau wie die SPD-Bundestagsabgeordnete, 450 €-Jobs als „normales“ Beschäftigungsmodell vor allem für Frauen in Teilzeit ab. Solche Jobs sollten die Ausnahme bleiben, vielleicht für Studenten und Schüler, alle anderen Arbeitnehmer sollten steuerpflichtige, wenn möglich Vollzeitjobs anstreben. Jeder einzelne muss sich frühzeitig kümmern und sich darüber klar werden, dass er selbst für sein Alter sparen muss. Den Aspekt des „Kümmerns“ nahm auch die Abgeordnete gerne mit nach Berlin. Die SPD muss sich weiter darum kümmern, damit das Rentensystem endlich adäquat den heutigen Gegebenheiten angepasst wird, ohne das Rentenniveau weiter senken und ohne den Steuersatz anheben zu müssen. Einige konkrete Gedanken dazu wie z. B. ein mögliches Rentensplitting lieferte Golfels.

Bildunterschrift:

Eine lebhafte Diskussion lieferten sich Sonja von Gostomski (AsF-Vorsitzende), MdB Ulla Schulte, Rentenberater Frank Golfels, Melanie Haslage (SkF) und Susanne Spilker-Gottwald (2. Vorsitzende AsF Ibbenbüren)

Gemeinsam Infostand der Ibbenbürener AsF mit Frauen der IGBCE, SkF und kfd zum Equal Pay Day

"Gemeinsam stark für Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen"

„Gemeinsam stark für Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen“

Am vergangenen Freitag, den 18. März, machte die Ibbenbürener AsF gemeinsam mit Frauen der IGBCE, sowie von SkF und kfd aufmerksam auf den Equal Pay Day, der in diesem Jahr am 19. März datiert ist. Dieser Tag markiert den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen arbeiten müssten, um dasselbe Gehalt zu erhalten, welches ihre männlichen Kollegen bereits am 31. Dezember des Vorjahres haben. In vielen Arbeitsbereichen herrscht immer noch ein Lohnunterschied bei der Bezahlung von Männern und Frauen in Höhe von ca. 21%. Auf diese Ungerechtigkeit wiesen die Teilnehmerinnen des Marktstands interessierte Passanten hin; bei Kaffee und frischem Popcorn gab es gute Gespräche, Informationsmaterialien und die beliebten roten Taschen mit Equal Pay Day-Aufdruck.

Und solange Frauen und Männer immer noch nicht in jedem Berufsfeld gerecht und gleichwertig bezahlt werden, wird es auch in den nächsten Jahren wieder gemeinsame Veranstaltungen Ibbenbürener Frauenverbände anlässlich des Equal Pay Days geben.“

AsF zu Besuch bei der AWO in der Klosterstraße

 PM AWO 2016_kleinSie wollten einen Blick hinter die Kulissen werfen und haben diesen auch bekommen! Die SPD Frauen besichtigten am 22. Februar das Seniorenzentrum der AWO an der Klosterstraße. Markus Dahlhoff-Pleimann, der Einrichtungsleiter, begrüßte gut 15 interessierte Frauen und Männer und machte mit Ihnen einen Rundgang durchs gesamte Haus. Sogar der Blick in ein bewohntes Zimmer wurde ermöglicht! Eine Bewohnerin war so freundlich und offen, dass sie überhaupt kein Problem damit hatte, dass die Gruppe quer durch ihre Privatsphäre marschierte.

Nach dem Einblick in die Örtlichkeiten erläuterte Markus Dahlhoff-Pleimann das Konzept der AWO, die unterschiedlichen Wohnmöglichkeiten an beiden Standorten (Hinweis der Redaktion: Eine zweite Einrichtung existiert an der Weberstraße und bietet ganz andere Wohnbedingungen.) und die beruflichen Situation der vielen Beschäftigten. Erwartungsgemäß seien dies vorwiegend Frauen, im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsbranchen aber auch durchgängig in allen Hierarchieebenen. Von den insgesamt 59 Einrichtungsleitern der AWO im Westlichen Westfalen seien 40 Frauen, so der Bericht von Markus Dahlhoff-Pleimann.

Auch über den alltäglichen Ablauf der Bewohner wurde berichtet. Damit das Programm umfänglich angeboten werden könne, seien auch hier viele Ehrenamtliche aktiv. Jeden Tag gäbe es mindestens 1 Angebot und auf die Geselligkeit bei den Mahlzeiten würde ebenfalls sehr viel Wert gelegt. In der vergangenen Woche wurde dies leider durch einen Magen-Darm-Infekt vollkommen stillgelegt. Auch normal, wenn auch sehr ärgerlich für alle Beteiligten.

Verwundert hatte die Zuhörer, dass die durchschnittliche Verweildauer der Bewohner bei nur 7-8 Monate läge. Natürlich gebe es Ausnahmen. Vor allem an der Weberstraße, wo Service-Wohnen und Betreutes Wohnen angeboten würde, gäbe es auch Bewohner, die dort bereits länger als 15 Jahre wohnen. Im klassischen Fall aber, bei dem ein Bewohner direkt aus dem Krankenhaus zuerst in der Kurzzeitpflege aufgenommen würde, um dann normal in einen Vollzeitpflege-Bewohner überzugehen, seien die Durchschnittswerte halt nur so gering. Ein Grund könne sein, dass pflegebedürftige Menschen auch heute noch erst relativ spät die Vollzeitpflege in Anspruch nehmen würden, also erst dann, wenn die Angehörigen es selbst gar nicht mehr managen könnten.

Die intensive Fragerunde und Diskussion machte deutlich, dass die AsF mit dem Thema Pflege ein wichtiges Thema aufgegriffen hat, mit dem es sich zu beschäftigen lohnt. Egal, ob man selbst zu pflegende Angehörige erwartet oder sich mit seinem eigenen Weg im Alter auseinander setzen möchte. Gerade die Möglichkeiten mit seinem Partner gemeinsam, frühzeitig, lang bevor man wirklich pflegebedürftig ist, eine betreute Wohnform zu wählen, scheint für viele eine Option fürs Alter.

Besinnliche Einstimmung auf die Weihnachtszeit

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Zu einer stimmungsvollen Adventsfeier luden die Ibben-bürener SPD-Frauen in der letzten Novemberwoche in den Hubertushof ein. Bei Geschichten, Gedichten, Wichtelgeschenken, Informationen zu berühmten Frauen in der SPD unAsF_Abschluss2015_2d natürlich einem leckeren
Menü wurde die Weihnachtszeit eingeläutet. Am späteren Abend fand die Feier mit einigen Weihnachtsliedern, bei denen die Gäste v
on der Vorsitzenden Sonja von
Gostomski auf der Geige begleitet wurden, einen besinnlichen Abschluss.

AsF „speeddatet“ Sozialdemokraten

DSC_1406Dr. Marc Schrameyer und Heinz Steingröver im Fokus

Es war ein Speed-Dating der besonderen Art. Organisiert wurde es von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). Hierbei ging es allerdings –wie sonst üblich – nicht darum, neue Flirt- oder Beziehungspartner kennenzulernen, sondern zwei ganz speziellen Sozialdemokraten auf den Zahn zu fühlen. Zum einen ist dies der amtierende SPD-Bürgermeister der Stadt Ibbenbüren, Heinz Steingröver; zum anderen der SPD-Bürgermeisterkandidat, Dr. Marc Schrameyer, der in die Fußstapfen seines Bald-Vorgängers treten möchte.

DSC_1414Dass Dr. Schrameyer in diesem Jahr in Amt und Würden sein wird, steht für Steingröver außer Zweifel: „Marc wird das auf jeden Fall schaffen. Dabei unterstütze ich ihn auch mit aller Kraft.“ Schnell geht es in die Fragerunde. Die Frauen möchten von Heinz Steingröver wissen, welche Eigenschaft besonders wichtig für einen Bürgermeister ist. Wie aus der Pistole geschossen beantwortet der Amtsinhaber die Frage: „Man muss auf jeden Fall zuhören können und die Sorgen und Nöte der Bürger ernst nehmen. Das kann Marc ausgezeichnet.“

Die SPD-Frauen fragen, welche Frauenpolitik Dr. Schrameyer in den nächsten Jahren betreiben möchte. Einerseits liegt es dem 40-jährigen am Herzen, dass Beruf und Familie weiterhin vereinbar bleiben. Somit gelte es, die Betreuungsplätze weiter auszubauen. Andererseits möchte der Sozialdemokrat den bereits erfolgreich praktizierten Frauenförderplan im Rathaus fortsetzen. Schließlich sollen auch weiterhin weibliche Kräfte die Möglichkeit erhalten, Führungspositionen zu bekleiden.

Dann wird es persönlich. Nicht nur bei den grundsätzlichen politischen Fragestellungen wie z.B. der interkommunalen Zusammenarbeit, E-Government, Ökologie haben die beiden Sozialdemokraten große Schnittmengen. Sondern auch bei ihren politischen Vorbildern. Sowohl Willy Brandt als auch Nelson Mandela zollen sie größten Respekt und hätten mit diesen Persönlichkeiten gerne einmal zu Abend gegessen.

Trotz Krankheit anderen helfen

PM RheumaligaIbbenbürener Rheumaliga hilft seit 30 Jahren Rheumakranken

Die AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) Ibbenbüren hatte am Donnerstag, den 26.3.15, zu einem Informationsabend zum Thema Rheuma geladen. Alleine die Zahl der Rheumakranken in Deutschland, die auf 20 Million Betroffene mit steigender Tendenz geschätzt wird, unterstreicht das Anliegen der SPD Frauen, sich dieses Thema anzunehmen.

Christa Witte, Mitglied der Ibbenbürener Rheumaliga, und Deana Isenhardt, Rheumaberaterin der Rheumaliga, gaben den Anwesenden einen kurzen Einblick in die Erkrankung. 400 verschiedene Rheuma-Arten gäbe es, manche davon seien lebensbedrohlich, allen sei gemein, dass sie starke Schmerzen verursachen, zu körperlichen Funktionseinschränkungen führen und einen Verlust an Lebensqualität bedeuten. Die Diagnose ist schwer. Nur ein Gentest schafft Klarheit. Oft durchlaufen Erkrankte eine wahre Odyssee an Arztbesuchen. Um einen Termin beim Facharzt, dem Rheumatologen, zu bekommen, bedürfe es viel Geduld. Nicht selten sind Wartezeiten über ein halbes Jahr. Nicht verwunderlich, wenn man feststellt, dass es in der Nähe nur zwei Spezialisten gibt: eine Praxis in Rheine, eine andere in Osnabrück. Hoffnung mache lediglich, dass die Forschung in Sachen Rheuma forciert wird und sich die Behandlungsmöglichkeiten langsam verbessern, obwohl die Krankheit bislang nicht heilbar ist.

Neben den körperlichen Problemen, die Rheuma mit sich bringen, erleiden viele Rheumakranke seelische Schmerzen. Nicht immer stößt die Krankheit auf Akzeptanz und Verständnis im Umfeld des Betroffenen. Rheuma ist nicht immer sichtbar, so dass es für Außenstehende nicht erkennbar ist, dass der Kranke wirklich solche Schmerzen erleidet. Außerdem verläuft die Krankheit schubweise, so dass es dem Erkrankten am Vormittag gut und am Nachmittag schlecht gehen kann.

Hilfe bietet die Deutsche Rheumaliga. Sie ist die größte Selbsthilfegruppe in Sachen Rheuma. Der Bundesverband mit über 200.000 Mitgliedern ist in 16 Landesverbände unterteilt. Die Deutsche Rheumaliga NRW zählt davon immerhin knapp 50.000 Mitglieder, die in 98 lokalen Arbeitsgemeinschaften untergliedert sind. 1.500 Mitglieder engagieren sich davon ehrenamtlich in der Rheumaliga NRW, um anderen Rheumakranken zu helfen.

Die Arbeitsgemeinschaft in Ibbenbüren existiert bereits seit 1985. Sie hat momentan ca. 350 Mitglieder. Sie ist nicht nur für Ibbenbüren zuständig, sondern für den gesamten Altkreis Tecklenburg. 5 Ehrenamtliche bieten ein umfangreiches Angebot und Unterstützung für ihre Mitglieder. Neben der regelmäßigen Sprechstunde einmal wöchentlich im eigenen Büro in der Schulstraße in Ibbenbüren, organisieren sie vor allem das Funktionstraining (Hinweis: ähnlich einem Reha-Training, speziell für Rheumaerkrankte). Hiervon gibt es momentan 28 Trainingseinheiten, 20 davon als Wassergymnastik in 32 °C warmen Wasser. Bewegung sei das A und O bei der Therapie von Rheuma, allerdings bedarf es dafür auch eines speziell ausgebildeten Therapeuten. So ein Funktionstraining erhalten Betroffene auf ärztliche Verordnung und durchlaufen es meistens mehrere Jahre lang.

Darüber hinaus bietet die Ibbenbürener Rheumaliga ihren Mitgliedern auch viele gesellige Veranstaltungen. „Es tue gut“, so Christa Witte, „unter Gleichgesinnten etwas zu unternehmen.“ Neben Ausflügen, kulturellen Aktionen und der traditionellen Weihnachtsfeier, gehören auch gemeinsame Klinikbesuche in spezialisierten Rheumakliniken oder andere gesundheitsförderliche Maßnahmen dazu. Eine Menge Arbeit für die fünf Ehrenamtlichen der Ibbenbürener Rheumaliga, die daher dringend um weitere Helfer werben. Nicht zu vergessen, dass alle fünf Ehrenamtliche selbst von Rheuma betroffen sind und trotz ihrer Krankheit Unterstützung für Gleichgesinnte leisten.

Besonders stolz ist die Ibbenbürener Rheumaliga auf ihre eigene Rheumaberaterin. Sie berät Mitglieder wie Nichtmitglieder in allen Sachen rund um die Erkrankung, von der Arztsuche über den allgemeinen Erfahrungsaustausch bis hin zur Beschaffung von Hilfsmitteln und Hilfe bei Behördengängen und Antragstellungen.

Die AsF war beeindruckt vom Engagement der Selbsthilfegruppe. Rheuma ist eine Volkskrankheit, da waren sich alle Anwesenden einig. Es sollen mittlerweile bundesweit auch 50.000 Kinder und Jugendliche betroffen sein. Also bei weitem keine Herausforderung nur für die ältere Generation, so wie es gemeinhin viele annehmen. Der Bundesverband der Rheumaliga setzt sich dafür ein, dass sich die Rahmenbedingungen ändern: Der Unterversorgung an Fachärzten muss entgegengewirkt werden. Die Anerkennung der Krankheit muss durch Aufklärung und Transparenz auch unter der Ärzteschaft gefördert werden. Die Rechte der Rheumakranken müssen ausgebaut werden – ein kleines Beispiel hierfür wären gesonderte Parkrechte auf den Behindertenparkplätzen, da viele Rheumakranke während eines Rheuma-Schubes auf einen Rollstuhl angewiesen sind. „Auch die Bundespolitik ist bei diesem Thema gefragt“, bestätigt Susanne Spilker-Gottwald, Stellvertretende AsF-Vorsitzende. Dies geben wir an unsere Abgeordneten gerne weiter.“

Bild: v. l. Rheumaberaterin der Rheumaliga Ibbenbüren Deana Isenhardt, Christa Witte und Doris Schnieders (Rheumaliga Ibbenbüren), Susanne Spilker-Gottwald (AsF Ibbenbüren)

Rheuma kann jeden treffen und verändert Leben

logo_asf_542x305-dataAsF informiert über die Rheumaliga in Ibbenbüren

Ca. 20 Millionen Menschen in Deutschland sollen Rheuma haben, so die Aussage der deutschen Rheumaliga, Tendenz steigend. Denkt man, dass davon vorwiegend ältere Menschen betroffen sind, so irrt man. Rheuma kann jeden treffen: Kinder, Jugendliche, Menschen im Berufsleben oder ältere Menschen. „Das Rheuma“ gibt es nicht. Die Krankheit hat zahlreiche Facetten, nicht nur das Skelett, auch innere Organe können betroffen sein. Bekannte Ausprägungen von Rheuma sind Arthrosen, Gicht, Osteoporose und Fibromyalgie. Allen ist gemein, dass sie in der Regel chronisch fortschreitend verlaufen, äußerst schmerzhaft  und nicht heilbar sind.

Meistens führt Rheuma zu einer einschneidenden Veränderung im Leben des Betroffenen. Dauerhafter Schmerz, Bewegungseinschränkungen, Müdigkeit und die ständige Medikation führen dazu, dass viele Erkrankte sich beruflich neu orientieren müssen oder in Rente gehen. Lebensqualität geht verloren und die erheblich eingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben führt zur Isolation. Hinzu kommt oft das Unverständnis aus der Umwelt, da die Erkrankung nicht unbedingt sichtbar ist.

Die AsF (SPD Frauen) möchte dieses Thema aufgreifen und die Deutsche Rheumaliga vorstellen, die auch in Ibbenbüren eine Selbsthilfegruppe betreibt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 26.03.2015 um 19.30 Uhr Im AWO-Café in der Klosterstraße. Christa Witte, Mitglied in der Rheumaliga, wird die Arbeit der Deutschen Rheumaliga und insbesondere die Ibbenbürener Selbsthilfegruppe vorstellen. Darüber hinaus wird eine Rheumaberaterin vor Ort sein, um weitere Fragen zu beantworten. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.