Neuer Ortsvereinsvorstand mit alten und neuen Gesichtern

Mitgliederversammlung 2017_Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung am Freitag, den 13.10.17 wurde unser neuer Ortsvereinsvorstand gewählt. Neben vielen bekannten Gesichtern gibt es erfreulicherweise auch einige neue – vornehmlich aus den Reihen der erstarkten Jusos aus Ibbenbüren. Ortsvereinsvorsitzende bleibt mit überragender Mehrheit Marie-Luise Balter-Leistner.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

40 Jahre in der SPD

Jubilarin Waltraud Becker fühlt sich sichtbar wohl in den Reihen der vielen Neumitglieder.

Mitgliederversammlung 2017_Jubilarin und Jusos

Hier sitzt es sich prima! SPD sponsort eine der zwölf Bänke des Heimatvereins

Unsere Baumelbank im Aaseebad

Beine baumeln lassen – das ist auf der Baumelbank wunderbar angesagt, die von der Ibbenbürener SPD für das Aaseebad gesponsert wurde. (v. l. Hermann Hafer (SPD Ibbenbüren), Michael Blumberg (Leiter Aaseebad), Fritz Rassmann, Georg Schröer (beide Heimatverein))

Zwölf Bänke insgesamt, dazu einige Sessel und fünf Tische – dies ist das handwerkliche Ergebnis eines 5-Mann starken Teams des Heimatvereines. Und das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, es lässt sich auch wunderbar daran und darauf sitzen! Aus Europaletten bauten die Männer des Heimatvereines unter Leitung des Ideengebers Georg Schröers eine sehr funktionale, dabei bequeme und vor allem sehr ansehnliche Sitzgruppe, die an das Aaseebad gespendet wurde.

Gesehen hatte Georg Schröer solche ähnlichen Möbel aus Europaletten während seines Urlaubs in Spanien. Die Idee brachte er mit und perfektionierte sie, wie er sagte „nach guter deutscher Handwerkskunst“. Die Pläne für die erste Bank waren schnell skizziert und es konnte losgehen. Bretter wurden aus den Paletten zugeschnitten, alles mehrmals geschliffen und geölt. „Jetzt kann sich auch jeder leicht bekleidete Bikini-Hintern bequem niederlassen.“, da ist sich Georg Schröer sicher.

Mit der handwerklichen Leistung des Heimatvereins ist es nicht genug. Sponsoren wurden und werden für die Bänke gesucht. Ein kleines Schild zeigt, wer die Bank gespendet hat. Der Erlös hieraus kommt ebenfalls dem Förderverein des Aasendes zu Gute. Wir haben nicht lange gezögert und erwarben eine ganz besondere Bank. Die Genossen entschieden sich für die einzige „Baumelbank“, eine leicht erhöhte Zweipersonenbank, auf der man wunderbar die Beine baumeln lassen kann. „Die Zeit hierfür werden wir aber sicherlich erst nach der Bundestagswahl haben.“, wendete Hermann Hafer, unser SPD-Fraktionsvorsitzender, bei der „Erstbesitzung“ schmunzelnd ein. „Das Ganze ist wieder einmal eine gelungene Kooperation von Ibbenbürener Institutionen, die wir sehr gerne unterstützen.“, so Hafer weiter. Bei Georg Schröer sind übrigens schon weitere potentielle Nachbestellungen eingetroffen, die er dankend ablehnte. „Es war eine gute Aktion, die viel Spaß gemacht habe, uns aber auch einige Stunden in Anspruch nahm.“, so das Urteil des handwerklich begabten Initiators. Daher bleibe es – vorerst – bei der fertiggestellten Sitzgruppe fürs Aaseebad. Einige weitere Bänke haben schon Sponsoren gefunden, einige warten noch, das auch sie ein schönes Sponsorenschild erhalten werden. Wer Interesse hat, hier als Sponsor tätig zu werden, wendet sich bitte an Georg Schröer vom Heimatverein oder an Michael Blumberg vom Aaseebad. Eine Bankpatenschaft ist bereits für 100 € zu haben.

SPD Fraktion besichtigt zusammen mit MdB Jürgen Coße die BA Unternehmensgruppe

PM Betriebsbesichtigung BA Unternehmensgruppe 080617

Sichtlich beeindruckt sowohl von der Unternehmenstätigkeit als auch vom gesamten Firmengelände war eine Delegation der SPD Fraktion, die der Einladung des geschäftsführenden Gesellschafters Timo Dörr zu einer Firmenbesichtigung nachgekommen war. Mit dabei unser MdB Jürgen Coße, der regelmäßig vor Ort bei den hiesigen Unternehmen ist und wenn möglich für einen Tag mitarbeitet. Nach einer Einführung in die Geschäftsfelder und die Unternehmenshistorie gewährte der stolze Unternehmenschef Einblicke in die Büros des Vertriebsinnendienstes, sein Mitarbeiter-Restaurant, in die Logistikhalle und sogar in den sterilen Medikamenten-Herstellungsprozess.

PM Betriebsbesichtigung BA Unternehmensgruppe 080617_Bild2

Auch die Logistikhalle, hier der Versand, ist hochmodern.

Seit 2001 ist die BA Unternehmensgruppe am Standort Gildestraße nun bereits ansässig. Sie ist im pharmazeutischen Bereich tätig, stellt eigene Medikamente her und vertreibt sie innerhalb Deutschlands. Außerdem importiert das Unternehmen Medikamente aus dem Ausland. Seit 2001 wuchs das Unternehmen rapide an, so dass einige Erweiterungsbauten folgten. Weitere Ausbaupläne stehen erneut an, da für 2018 ein weiteres Verwaltungsgebäude geplant sei. Alle Expansionspläne wurden stets von der Stadt und von der SPD gefördert, so Dörr. Daher fühle er sich in Ibbenbüren auch sehr wohl. Trotz der positiven Unternehmensentwicklung berichtete Dörr auch offen über Rückschläge. Ein verheerender Brand im Dezember 2015 zerstörte einen im Bau befindlichen Verwaltungsteil und brachte damit das Unternehmen fast in Schieflage. Doch in dieser kräftezehrenden Phase, die viel Improvisation abverlangte, stand sein Team fest hinter ihm und sorgte dafür, dass der Geschäftsbetrieb überhaupt in der notwendigen Qualität aufrecht erhalten werden konnte. „Er konnte sich damals, wie heute, voll auf ein Team verlassen“, so fasste Geschäftsführer Dörr die damaligen Herausforderungen vor den SPD-Politikern zusammen. „Alle haben mit angepackt und dafür gesorgt, dass es weitergehen konnte.“

Dieser „Spirit“ der Gemeinsamkeit, Loyalität und Verbundenheit zum Unternehmen wurde auch anschließend von Dörr mehrfach betont. Dies sei Teil seiner Unternehmensphilosophie. Man verstehe sich wirklich als Team, es gebe ein gegenseitiges Nehmen und Geben, das auch ihn als Arbeitgeber fordern würde. Daher böte er seinen Mitarbeitern nicht nur faire Löhne, sondern auch attraktive Zusatzleistungen wie ein Firmenrestaurant, in dem täglich frisch zubereitetes Essen angeboten würde, Sommerfeste und einiges mehr. Alle Mitarbeiter müssten zum Team passen und die gleiche Arbeitseinstellung und Motivation mitbringen. Das sei gerade bei Neueinstellungen wichtig. Auf die Frage unserer Genossen nach einem Betriebsrat konterte er selbstbewusst, dass dies in seinem Unternehmen bislang noch nie Thema gewesen sei.

2014 beschäftige die BA Unternehmensgruppe ca. 350 Mitarbeiter. In 2016 ist das Unternehmen auf 440 Mitarbeiter angewachsen, für 2017 sind weitere 35 Neueinstellungen geplant. Dabei handelte es sich vielfach um gut ausgebildete Fachkräfte wie PTA und PKA. Damit zählt das Unternehmen zu den großen Arbeitgebern aus Ibbenbüren. „Der Fachkräftemangel sei bereits deutlich spürbar“, so Dörr weiter. Nicht alle Ausbildungsplätze könnten mehr besetzt werden. Natürlich würde versucht, Auszubildende nach ihrem Abschluss im Unternehmen zu behalten. Auch neue Vertriebsmitarbeiter würden intensiv in ihren Job eingeführt. Deren Einarbeitung kann bis zu einem halben Jahr und länger benötigen. Auf Frage der SPD, wie frauenlastig sein Mitarbeiterstamm sei, antwortete Dörr mit geschätzten 65 %. Für die Zukunft plant die BA Unternehmensgruppe weitere Produktinnovationen und ein wirtschaftlich vertretbares Wachstum.

Landtagswahl 2017 in NRW, Infostand Ibbenbüren

Breite Unterstützung unseres Landtagskandiaten FRANK SUNDERMANN am Infostand in Ibbenbüren durch die Ibbenbürener SPD-Mitglieder

MdB Jürgen Coße und Ibbenbürens Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer unterstützen unseren Landtagskandidaten FRANK SUNDERMANN

MdB Jürgen Coße und Ibbenbürens Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer unterstützen unseren Landtagskandidaten FRANK SUNDERMANN

Am Sonntag, 14. Mai 2017 ist Landtagswahl in NRW. Die Ibbenbürener SPD unterstütz mit Infoständen an den Markttagen, sowie an den Samstagen bis zur Landtagswahl unser Landtagsmitglied FRANK SUNDERMANN!

Landtagskandidat FRANK SUNDERMANN im Dialog mit den Bürgern am Infostand in Ibbenbüren

Landtagskandidat FRANK SUNDERMANN im Dialog mit den Bürgern am Infostand in Ibbenbüren

Landtagswahl 2017 ibb 2-1

Unterstützen auch Sie unser Landtagsmitglied und Landtagskandidaten

FRANK SUNDERMANN

Sommerfest der SPD

Bild Sommerfest 2016 Kopie

Traditionell mit dem Fahrrad starten die Genossen und Genossinnen des SPD Ortsvereines zu ihrem alljährlichen Sommerfest. Diesmal ging es bei optimaler Wetterlage vom SPD Büro in der Großen Straße über Püsselbüren zum Dickenberg. Der erste Stopp wurde am Wallheckenweg gemacht, an dem ein neues Baugebiet auch für junge Familien in Planung ist. Nächster Stopp mit komplett anderem Fokus war der Dickenberger Friedhof. Leicht erstaunt zeigten sich die Genossen hier über die Neugestaltung der Urnengräber, die sicherlich noch zu weiteren Gesprächen führen werden.

Abschließend präsentierte Andreas Sante, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des SV Dickenberg, mit Stolz das neue Vereinsheim des SVD. Die ambitionierte Radtour fand ihren gemütlichen Abschluss im Dickenberger Dorfgemeinschaftshaus. Dort begrüßte die Ortsvereinsvorsitzende Marie-Luise Balter-Leistner alle Teilnehmer sowie unseren designierten neuen Bundestagsabgeordneten Jürgen Coße. Dieser stand den Genossen zu seinem Engagement im Bundestag gerne Rede und Antwort. Trotz brisanter Themen wie die aktuelle Entwicklung in der Türkei, die Flüchtlingsarbeit und der Brexit zeigten die vielen anregenden Gespräche, dass politische Auseinandersetzung und Engagement viel Spaß bereiten können.

Das nächste Event wird die Teilnahme der SPD am Kutterrudern beim Dörenther Hafenfest am 21. August sein.

Gemeinsam Infostand der Ibbenbürener AsF mit Frauen der IGBCE, SkF und kfd zum Equal Pay Day

"Gemeinsam stark für Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen"

„Gemeinsam stark für Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen“

Am vergangenen Freitag, den 18. März, machte die Ibbenbürener AsF gemeinsam mit Frauen der IGBCE, sowie von SkF und kfd aufmerksam auf den Equal Pay Day, der in diesem Jahr am 19. März datiert ist. Dieser Tag markiert den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen arbeiten müssten, um dasselbe Gehalt zu erhalten, welches ihre männlichen Kollegen bereits am 31. Dezember des Vorjahres haben. In vielen Arbeitsbereichen herrscht immer noch ein Lohnunterschied bei der Bezahlung von Männern und Frauen in Höhe von ca. 21%. Auf diese Ungerechtigkeit wiesen die Teilnehmerinnen des Marktstands interessierte Passanten hin; bei Kaffee und frischem Popcorn gab es gute Gespräche, Informationsmaterialien und die beliebten roten Taschen mit Equal Pay Day-Aufdruck.

Und solange Frauen und Männer immer noch nicht in jedem Berufsfeld gerecht und gleichwertig bezahlt werden, wird es auch in den nächsten Jahren wieder gemeinsame Veranstaltungen Ibbenbürener Frauenverbände anlässlich des Equal Pay Days geben.“

Gutachten von Rödl & Partner stand im Mittelpunkt der SPD-Klausurtagung

SPD lehnt Streichung einer Dezernentenstelle zum jetzigen Zeitpunkt ab!

SPD-Ratsfraktion

SPD-Ratsfraktion

Zur Klausurtagung kam am Samstag die SPD-Fraktion in den Seminarräumen der Feuerwache zusammen. Im Mittelpunkt der Klausur stand das Gutachten zur Haushaltskonsolidierung, das von den Wirtschaftsprüfern Rödl & Partner erstellt wurde und 62 Handlungsfelder für potenzielle Einsparmaßnahmen enthält. Bürgermeister Dr. Schrameyer und Kämmerer Martin Burlage stellten das Gutachten in komprimierter Form vor. Trotz intensiver Diskussion einzelner Ansatzpunkte wurde sich die SPD Fraktion darüber einig, dass das Maßnahmenpaket auch als Paketlösung in die nächste Entscheidungsrunde übergehen soll, um dann von der Verwaltung in konkrete Handlungsempfehlungen überführt werden zu können. Danach könne an einzelnen Stellschrauben gedreht werden. Ebenso einig wurde sich die SPD, dass die Leitplanungen in den drei Themenfeldern Sportplätze/Sportstätten, Bäder und Spielplätze vorerst abgewartet werden müssen, um in diesen Bereichen die richtigen Entscheidungen für Ibbenbüren treffen zu können.

Beim letzten Punkt der Gutachtenliste, der vorgeschlagenen Verringerung der Dezernenten um eine Stelle, vertritt die SPD Fraktion eine klare Position. Zum jetzigen Zeitpunkt wird die Stellenstreichung entschieden abgelehnt. Die Gründe dafür lägen auf der Hand: zu massiv sind die organisatorischen und prozessrelevanten Änderungen innerhalb der Verwaltung, die im Gutachten herausgearbeitet wurden und zu erheblichen Einsparungen in der Zukunft führen sollen. Dazu wird auch Manpower dringend benötigt, vor allem in den Fachdiensten, die von der jetzigen ersten Beigeordneten verantwortet würden. Jetzt hier den Kopf wegzunehmen, sei grob fahrlässig, so die Meinung der SPD. Außerdem würden sich die gewünschten monetären Einsparungen gar nicht einstellen. Zu hoch seien die nötigen Pensionsrückstellungen, die Aufgabenverlagerung würde weitere Beförderungen in den Fachdienstleitungen nach sich ziehen, auch die Position des 1. Beigeordneten müsse innerhalb der verbleibenden Dezernenten nachbesetzt werden und hätte eine Gehaltssteigerung zur Folge.

Wieso sollte man überhaupt jemand frühzeitig in den Ruhestand schicken, wenn er gute, hoch qualifizierte und vor allem wichtige Beiträge zum Gelingen beiträgt? Die jetzige erste Beigeordnete verantwortet immerhin 50 % des gesamten Stadthaushaltes, darunter die Bereiche Schule, Jugendhilfe, Recht und Ordnung inklusive Flüchtlinge, Sport und Soziales! Alles Bereiche, die in naher Zukunft weitreichende Herausforderungen stemmen müssen und bei denen die Haushaltskonsolidierung am meisten greifen wird. Nicht zu vergessen, dass weitere langjährige Fachdienstleiter altersbedingt in den kommenden Jahren ausscheiden werden und ein riesiges Kompetenzloch hinterlassen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Dezernentenreduzierung daher aus Sicht der SPD unsinnig. Erst, wenn der erste Dezernent regulär in den Ruhestand geht, ist laut SPD diese Stellenstreichung ernsthaft diskutierwürdig.

 

AsF zu Besuch bei der AWO in der Klosterstraße

 PM AWO 2016_kleinSie wollten einen Blick hinter die Kulissen werfen und haben diesen auch bekommen! Die SPD Frauen besichtigten am 22. Februar das Seniorenzentrum der AWO an der Klosterstraße. Markus Dahlhoff-Pleimann, der Einrichtungsleiter, begrüßte gut 15 interessierte Frauen und Männer und machte mit Ihnen einen Rundgang durchs gesamte Haus. Sogar der Blick in ein bewohntes Zimmer wurde ermöglicht! Eine Bewohnerin war so freundlich und offen, dass sie überhaupt kein Problem damit hatte, dass die Gruppe quer durch ihre Privatsphäre marschierte.

Nach dem Einblick in die Örtlichkeiten erläuterte Markus Dahlhoff-Pleimann das Konzept der AWO, die unterschiedlichen Wohnmöglichkeiten an beiden Standorten (Hinweis der Redaktion: Eine zweite Einrichtung existiert an der Weberstraße und bietet ganz andere Wohnbedingungen.) und die beruflichen Situation der vielen Beschäftigten. Erwartungsgemäß seien dies vorwiegend Frauen, im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsbranchen aber auch durchgängig in allen Hierarchieebenen. Von den insgesamt 59 Einrichtungsleitern der AWO im Westlichen Westfalen seien 40 Frauen, so der Bericht von Markus Dahlhoff-Pleimann.

Auch über den alltäglichen Ablauf der Bewohner wurde berichtet. Damit das Programm umfänglich angeboten werden könne, seien auch hier viele Ehrenamtliche aktiv. Jeden Tag gäbe es mindestens 1 Angebot und auf die Geselligkeit bei den Mahlzeiten würde ebenfalls sehr viel Wert gelegt. In der vergangenen Woche wurde dies leider durch einen Magen-Darm-Infekt vollkommen stillgelegt. Auch normal, wenn auch sehr ärgerlich für alle Beteiligten.

Verwundert hatte die Zuhörer, dass die durchschnittliche Verweildauer der Bewohner bei nur 7-8 Monate läge. Natürlich gebe es Ausnahmen. Vor allem an der Weberstraße, wo Service-Wohnen und Betreutes Wohnen angeboten würde, gäbe es auch Bewohner, die dort bereits länger als 15 Jahre wohnen. Im klassischen Fall aber, bei dem ein Bewohner direkt aus dem Krankenhaus zuerst in der Kurzzeitpflege aufgenommen würde, um dann normal in einen Vollzeitpflege-Bewohner überzugehen, seien die Durchschnittswerte halt nur so gering. Ein Grund könne sein, dass pflegebedürftige Menschen auch heute noch erst relativ spät die Vollzeitpflege in Anspruch nehmen würden, also erst dann, wenn die Angehörigen es selbst gar nicht mehr managen könnten.

Die intensive Fragerunde und Diskussion machte deutlich, dass die AsF mit dem Thema Pflege ein wichtiges Thema aufgegriffen hat, mit dem es sich zu beschäftigen lohnt. Egal, ob man selbst zu pflegende Angehörige erwartet oder sich mit seinem eigenen Weg im Alter auseinander setzen möchte. Gerade die Möglichkeiten mit seinem Partner gemeinsam, frühzeitig, lang bevor man wirklich pflegebedürftig ist, eine betreute Wohnform zu wählen, scheint für viele eine Option fürs Alter.

Aschermittwochsgespräch der SPD Ibbenbüren 2016

Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, OV-Vorsitzende M-L Balter-Leistner u. Fraktionsvorsitzender H. Hafer

Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, OV-Vorsitzende M-L Balter-Leistner u. Fraktionsvorsitzender H. Hafer

Ganz in der Tradition der Vorjahre fand das Aschermittwochsgepräch der Ibbenbürener SPD im Freizeithof Bögel-Windmeyer statt. Gut 170 Vertreter von Vereinen und Institutionen sowie weitere Freunde der SPD waren der Einladung gefolgt, um nach einem kurzen Blick auf die Kommunal-, Landes- und Bundespolitik vor allem den netten Austausch zu suchen.

FOTOS: 2016_SPD-Aschermittwoch

Am Rednerpult begrüßte Marie- Luise Balter-Leistner als Ortsvereinsvorsitzende die Gäste. Bei ihrem Blick auf das Erreichte des letzten Jahres ließ sie natürlich den gewonnenen Bürgermeisterwahlkampf nicht unerwähnt. Ein Erfolg auch für die Ibbenbürener SPD! Auch ihr Blick auf die Kreis- und Bundes-SPD fiel durchaus positiv aus. Die Rente mit 63 würde besonders im Münsterland von vielen (vorwiegend) Männern genutzt und das von der Kreis-SPD eingeführte Sozialticket sei hilfreich für alle Bedürftigen, auch für die vielen Flüchtlinge. Es war übrigens nicht überraschend, dass das Thema Flüchtlinge zum vorrangigen Thema aller Redner wurde. Marie-Luise Balter-Leistner zeigte sich trotz der vielen Herausforderungen optimistisch, dass Ibbenbüren dieses Thema meistern wird. Nicht fehlen durften bei ihrer Rede einige Worte zum traurigsten Tag des letzten Jahres, den 30.11.15, an dem Heinz Steingröver völlig überraschend verstarb. „Heute wäre er sicherlich bei uns gewesen. Er fehlt uns.“, so ihre tröstenden Worte auch an die anwesende Witwe Maitrayee Steingröver.

Ein wenig „jeck“ bzw. „keck“ startete der neue Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer seine Rede. „Nein, er würde nicht von seinem Urlaub erzählen.“, so sein Seitenhieb auf die versuchte Kritik aus anderen politischen Reihen, die mit allen Mitteln versuchten, seinen Start im Rathaus schlecht zu reden. Im Gegensatz dazu sein Rückblick auf seine ersten 100 Tage: Alle hätten ihn herzlich aufgenommen, auch wenn man bei den Standards und Abläufen manchmal durchaus andere Meinungen vertrete. Gemeinsam mit seinem Team mache er sich daran, die vor ihm stehende Arbeit bestmöglich zu bewältigen. Zum Schmunzeln brachte sein mitgebrachtes „Relikt“ aus dem älteren IT-Zeitalter, eine kleine Aufnahmekassette für sein neues Diktiergerät, das ihm als „modernes Arbeitsgerät“ zur Verfügung gestellt wurde. Nun denn, der Weg hin zum E-Government und ins digitale Zeitalter dauert bei einer Verwaltung augenscheinlich ein wenig länger. Aber man sei auf bestem Wege..

Zum Thema Flüchtlinge forderte er eine gerechtere Verteilung in den Kommunen. Um den zukünftigen zugewiesenen Flüchtlingen ausreichend Wohnraum bieten zu können, brauche man weiteren sozialen Wohnungsbau, der momentan zu wenig verfügbar sei. An diesem Thema sei man dran. Auch beim Thema Stadtfinanzen konnte der Bürgermeister verkünden, dass der Politikdialog nun begonnen habe. Die beauftragten Wirtschaftsprüfer Rödl & Partner hätten 62 Sparvorschläge gemacht, die nun in den politischen Gremien diskutiert werden müssten.

Beim Thema Bäder unterstrich Schrameyer, dass intelligente Lösungen gesucht würden. Beim Bahnhof sei die Barrierefreiheit in Planung und bei den Stadtwerken nutzte er gekonnt eine kleine Werbepause. So wies er auf den Infostand der Stadtwerke am Eingang hin. „Billig oder günstig“, das sei die Frage, die die Ibbenbürener sich stellen müssten. Billig kann jeder, manche Anbieter zugegebener Weise besser, doch ob ein Wechsel zu den Stadtwerken als Stromanbieter günstig für einen sei, das sei die essentielle Frage. Im Gegensatz zur RWE als Konkurrent vor Ort, verblieben die erwirtschafteten Gewinne der Stadtwerke in der Region. Davon profitiere jeder einzelne Bürger von Ibbenbüren.

MiL NRW Sundermann, Bgm Dr. Marc Schrameyer. OV-Vorsitzende M-L Balter-Leistner u. Fraktionsvorsitzender H. Hafer

MiL NRW Frank Sundermann, Bgm Dr. Marc Schrameyer. OV-Vorsitzende M-L Balter-Leistner u. Fraktionsvorsitzender H. Hafer

Der Landtagsabgeordnete Frau Sundermann fand eindringliche Worte zum steigenden Rechtspopulismus in Deutschland. „Wir Demokraten, egal welcher Politikcouleur, stehen auf der richtigen Koordinatenseite, das müssen wir uns immer wieder klar machen, die rechten stehen auf der falschen!“, so Sundermann. Das ständige mit-dem-Finger-Aufeinander-Zeigen bringe überhaupt nichts, nütze ausschließlich der AfD. „Vergessen wir nicht, dass auch Willi Brandt ein Flüchtling war, die SPD hat das Flüchtlingsthema in ihrer DNA und wird es lösen.“

MdB Ingrid Arndt-Brauer, Bgm Dr. Marc Schrameyer. OV-Vorsitzende M-L Balter-Leistner u. Fraktionsvorsitzender H. Hafer

MdB Ingrid Arndt-Brauer, Bgm Dr. Marc Schrameyer. OV-Vorsitzende M-L Balter-Leistner u. Fraktionsvorsitzender H. Hafer

Auch Ingrid Arndt-Brauer fand viele nachdenkliche Worte. Selten waren die Anwesenden bei einem Aschermittwochsgespräch der SPD in Ibbenbüren so leise! „Geben Sie uns ein wenig mehr Zeit!“, bat sie das Publikum. „Wir haben auch in anderen Bereichen bislang gute Politik gemacht. Und geben Sie uns gerne Ratschläge.“ Ganz im Sinne von Franz Müntefering wünschte sie allen Anwesenden Gesundheit und Glück. Die auf der Titanic waren alle gesund, aber hatten kein Glück. Man braucht also immer beides.

STOLPERSTEINE, SPD auf Spurensuche

IMG_1234Ein bis zweimal im Jahr führt die SPD Fraktion einen sogenannten Stadtgang durch, um sich vor Ort zu aktuellen Ibbenbürener Themen zu informieren. Diesmal stand dieser Stadtgang unter dem Thema „Spurensuche“. Passend zum kurz bevorstehenden Gedenktag zur Reichsprogromnacht am 9. November, entführte Gernold Mudrack, sachkundiger Bürger der SPD Fraktion und Sprecher der Stolperstein-Initiative, die Genossinnen und Genossen auf Spurensuche nach ehemaligen Wohnstätten jüdischer Mitbürger Ibbenbürens. Insgesamt lebten 1938 ca. 80 bis 90 Juden in Ibbenbüren. Ibbenbüren beteiligt sich an der Initiative „Stolpersteine“, die an das Schicksal jüdischer Mitmenschen erinnern soll und bundesweit bereits in über 600 Städten realisiert wurde. Anhand von Stolpersteinen soll an Mitbürger erinnert werden, die von den Nazis tyrannisiert, vertrieben oder ermordet wurden. Initiator der Aktion Stolpersteine ist der Künstler Gunter Demnig, der im Frühjahr 2016 die ersten Stolpersteine in Ibbenbüren verlegen wird.IMG_1243_bearbeitet-1 Kopie

Viele Genossen und Genossinnen beteiligen sich an der Stolperstein-Aktion, indem sie für ein oder mehrere Steine spenden.

Viele Genossen und Genossinnen beteiligen sich an der Stolperstein-Aktion, indem sie für ein oder mehrere Steine spenden.

Die SPD nutzte ihren Stadtgang dazu, die ersten vier Stolperstein-Gedenkstätten zu sichten. In sehr mitreissender und detaillierter Art und Weise berichteten Gernold Mudrack und Werner Suer, ebenfalls Mitglied im Lenkungsteam der Initiative „Stolpersteine für Ibbenbüren“, welches Schicksal der oder die genannte jüdische Mitbürger/in erlitten hat. An diesen vier Verlegestätten werden im nächsten Jahr die ersten Stolperstein verlegt,

bevor dann nach und nach weitere Orte mit weiteren Betroffenen folgen werden, deren Vergangenheit zurzeit intensiv recherchiert wird. In Vorbereitung zur Verlegung der Stolpersteine im nächsten Jahr wird nun eine spezielle Folie verlegt, die den späteren Stolpersteinen schon sehr ähnlich sieht. Jeder Stolperstein wird Namen, Geburtsdatum, Todestag und erfahrenes Schicksal des Verfolgten benennen. An welcher Stelle genau die Folie und später die Original-Stolpersteine verlegt werden sollen, diskutierte und markierte die SPD Fraktion während des Stadtganges.

Gerne wirbt die SPD für diese Aktion und ruft zu weiteren Spenden auf. Ein Stolperstein kostet 120 Euro. Weitere Informationen zur Aktion und zur Spendenmöglichkeit sind zu finden beim Stadtmuseum Ibbenbüren (www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_stolpersteine)

Gerne wirbt die SPD für diese Aktion und ruft zu weiteren Spenden auf. Ein Stolperstein kostet 120 Euro. Weitere Informationen zur Aktion und zur Spendenmöglichkeit sind zu finden beim Stadtmuseum Ibbenbüren (www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_stolpersteine)