Es muss sich gekümmert werden!

Themenabend der SPD-Frauen zum Thema Altersarmut lokalisiert Ansätze zur auskömmlichen Rente und gegen Armut im Alter

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Zu einem brisanten wie auch hochaktuellen Thema luden die SPD-Frauen in der letzten Woche. „Suppenküche oder Zuverdienst“ – Betrifft das Thema Altersarmut etwa auch mich?“, so lautete die Ausgangsfrage, die von drei Referenten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde. Einen Einstieg mit Blick auf die aktuelle politische Lage lieferte die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schulte aus Borken. Sie bestätigte mit fundiertem Zahlenwerk, dass die Altersarmut bundesweit zunähme. Für eine genaue Analyse, wer von Armut betroffen sei, fehlten aber individuellere Auswertungen. Beim Thema Rente habe es durchaus Fortschritte gegeben, so die Abgeordnete, dennoch sei das aktuelle Rentensystem, das auf den drei Säulen gesetzliche Rente, Betriebsrente und private Vorsorge stehe, überholt. Um gegenzusteuern müsse allerdings in einer früheren Lebensphase angesetzt werden.  Nur wer während seines Arbeitsleben auskömmlich entlohnt würde, könne auch genügend zur Seite legen, um im Alter selbstbestimmt und in Würde zu leben. Mindestlohn, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, qualifizierte Kinderbetreuung, „Kein Kind zurücklassen“ sind daher wichtige Aspekte, die die SPD weiter vorantreibe.

Einen nachdenklich stimmenden Blick auf das Thema Altersarmut lieferte Melanie Haslage, die beim SkF Ibbenbüren für die Schuldner- und Insolvenzberatung zuständig ist. Sie erläuterte anhand zweier anonymisierter Fallbeispiele, wie die Lebenssituation armer Menschen in Ibbenbüren aussieht. „Altersarmut ist omnipräsent und dennoch macht sich Armut oft unsichtbar.“, so ihre Experteneinschätzung. Es stimme, dass die Zahl der Menschen, die Unterstützung benötigten auch in Ibbenbüren steige. Dabei schämten sich die meisten über ihre Notlage und versuchten alles, um dies vor den Nachbarn und Freunden zu verbergen. Die SkF hat das Projekt „Altersarmut“ ins Leben gerufen. Ehrenamtliche helfen dabei Betroffenen bei der Haushaltsplanung und beim Gang aufs Amt. Ziel sei es, armen Menschen aus ihrer Isolation herauszuhelfen.

Ganz konkrete Einschätzungen und Analysen zur privaten Vorsorge als auch zur betrieblichen Altersvorsorge, die laut Schulte in Zukunft vermehrt gepusht werden soll, lieferte der Rentenberater Frank Golfels aus Greven. Insgesamt gäbe es 750 Rentenberater bundesweit, die vergleichbar wie Steuerberater beim Thema Steuern, individuell beraten würden, welche sinnvollen Wege der privaten wie auch betrieblichen Vorsorge empfehlenswert seien. Auch Golfels räumte ein, dass die Einführung des Mindestlohnes ein Schritt in die richtige Richtung gewesen sei. Denn Menschen könnten nur dann etwas für später zur Seite legen, wenn dies für sie überhaupt finanzierbar sei. Nur wer während des Erwerbslebens in seine gesetzliche Rente einbezahle, so seine ehrliche Ausführung, hätte auch im Alter eine auskömmliche Rente zur Verfügung. Daher lehnt er, genau wie die SPD-Bundestagsabgeordnete, 450 €-Jobs als „normales“ Beschäftigungsmodell vor allem für Frauen in Teilzeit ab. Solche Jobs sollten die Ausnahme bleiben, vielleicht für Studenten und Schüler, alle anderen Arbeitnehmer sollten steuerpflichtige, wenn möglich Vollzeitjobs anstreben. Jeder einzelne muss sich frühzeitig kümmern und sich darüber klar werden, dass er selbst für sein Alter sparen muss. Den Aspekt des „Kümmerns“ nahm auch die Abgeordnete gerne mit nach Berlin. Die SPD muss sich weiter darum kümmern, damit das Rentensystem endlich adäquat den heutigen Gegebenheiten angepasst wird, ohne das Rentenniveau weiter senken und ohne den Steuersatz anheben zu müssen. Einige konkrete Gedanken dazu wie z. B. ein mögliches Rentensplitting lieferte Golfels.

Bildunterschrift:

Eine lebhafte Diskussion lieferten sich Sonja von Gostomski (AsF-Vorsitzende), MdB Ulla Schulte, Rentenberater Frank Golfels, Melanie Haslage (SkF) und Susanne Spilker-Gottwald (2. Vorsitzende AsF Ibbenbüren)

Standort hat sich bewährt

DSC_1382Dr. Schrameyer bei Diakonie 

Sie befindet sich im Herzen der Innenstadt. Von hier aus ist man schnell auf dem Wochenmarkt. Auch der sonst übliche Einkauf lässt sich rasch in den benachbarten Geschäften erledigen. Nicht zuletzt die gute, zentrale Lage zeichnet die Diakonische Tagespflege Ibbenbüren aus. Direkt in der Poststraße konnten sich der SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Marc Schrameyer, der SPD-Fraktionsvorsitzende Hermann Hafer und die stellv. Bürgermeisterin Angelika Wedderhoff ein umfassendes Bild von der Einrichtung machen.

Zu Beginn des Besuches gewährte der Geschäftsführer Stefan Zimmermann der SPD-Fraktion zuerst einmal einen Einblick in das Interieur. Gemeinsam mit den Pfarrern Andreas Finke und Jörg Zweihoff blickten die Anwesenden „hinter die Kulissen“. Dabei sorgte die Innenausstattung zum Teil für heitere Diskussionen. Die Kombination aus Klassik und Moderne gefiel nicht nur den Besuchern. Doch nicht nur das Innere des Hauses war interessant. Auf den jüngst errichteten Garten sei die Tagespflege besonders stolz, stellte der Geschäftsführer heraus.

Nach einer rund 30-minütigen Führung kamen dann andere Punkte auf den Tisch. Bei Gebäck und Heißgetränken wies Zimmermann darauf hin, dass die Nachfrage nach seniorengerechtem Wohnen immer weiter steige. Man führe Wartelisten. Die steigende Nachfrage, insbesondere in der Pflege, erfordere auch mehr Personal. Zimmermann betonte, dass die Berufsperspektiven in der Altenpflege zurzeit wirklich gut seien. Die ca. 15 Auszubildenden der Diakonie im Kirchenkreis Tecklenburg hätten eine hervorragende Übernahmemöglichkeit und auch die Gehälter, die in der Folge gezahlt würden, seien im Vergleich sehr attraktiv. Personal werde immer benötigt.

Neben den seniorengerechten Angeboten gibt es noch weitere Schwerpunkte, um die sich das 75-köpfige Team der Tagespflege und der Diakonie in Ibbenbüren stetig kümmert. Im Verlauf des Gespräches wurde auch das wichtige Thema der Hilfe für asylsuchende Flüchtlinge angesprochen. Im Rahmen dessen kam das allseits bekannte Thema rund um das sog. „Kommunale Integrationszentrum“ auf. Dr. Schrameyer machte deutlich: „Wir müssen die Unterstützung von der Landesregierung schleunigst annehmen. Ich bedauere sehr, dass der Kreis Steinfurt noch nicht dieses gute Angebot wahrgenommen hat. Allerdings bin ich guten Mutes, dass der Kreistag alsbald die richtige Entscheidung fällen wird.“

Bei der Kinderbetreuung Spitze

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Wussten Sie, dass Ibbenbüren in Sachen Kinderbetreuung Spitze im Kreis Steinfurt ist?

Wir konnten den Kinderbetreuungsbereich so ausbauen, dass wir jedem Kind, das eine Betreuung braucht auch eine zur Verfügung stellen können. Das ist Spitze im Kreis Steinfurt.

Auch Neubürger können bei Umzug nach Ibbenbüren darauf vertrauen, dass sie hier neben einem Arbeits- platz auch einen Betreuungsplatz für ihre Kinder fin- den.

Wir bieten in 27 Kindertagesstätten 1367 Plätze für über 3jährige Kinder an und die Plätze für die unter 3 jährigen Kinder haben wir in den letzten 5 Jahren von 136 auf 297 mehr als verdoppelt.

Für die ganz kleinen Ibbenbürener und Ibbenbürenerinnen bieten wir eine Betreuung in Großtagespflegestellen und bei Tagesmüttern an; hier werden die Kinder in kleinen Gruppen qualifiziert begleitet. Auch diese Plätze haben wir deutlich aufgestockt und werden dies auch weiterhin tun.

Wir sorgen auch dafür, dass alle Kinder die 45 Stunden in der Woche betreut werden sollen, einen solchen Platz erhalten. Hier investiert die Stadt zusätzliche Mittel.

In Ibbenbüren hört die Ganztagsbetreuung nicht mit dem Kindergartenalter auf, auch in der Schule bauen wir hier kräftig aus.

Wir wollen, dass Familien ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Dazu gehört die Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen. Eltern müssen ihre Kinder gut und sicher be- treut wissen, wenn sie beruflich tätig sind. Kinder benötigen auch außerhäusliche Anregung für ihre Entwicklung.

 

Seniorennachmittag der AG60plus

 Bei schönem Wetter fand am vergangenen Samstag der Seniorennachmittag der AG60plus statt. Der Einladung des SPD-Ortsvereins folgten 50 Seniorinnen und Senioren. Mit dem Bus ging es zum Landgasthaus Kemken am Habichtswald. Während der Busfahrt berichtete der Fraktionsvorsitzende Hermann Hafer über aktuelle Politik vor Ort und stand für Fragen zur Verfügung.

Vom Landgasthaus startete eine dreistündige Planwagenfahrt, die mit einem anschließenden Abendessen im Gasthaus Kemken endete. Alle waren sich einig, dass es ein gelungener Nachmittag war, an dem viel gelacht, gesungen und „Dönkes“ erzählt wurden. Ein besonderer Dank gilt dem Organisator Heinz Marniok.

Maßnahmen gegen Altersarmut

Am vergangenen Dienstag referierte auf Einladung des SPD-Vorstandes in der letzten Vorstandssitzung Reinhold Hemker, seiner Zeichens ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und aktuell Mitglied des Bundesvorstandes der AG60plus zum Thema „Der Weg zu einer erwerbstätigen Versicherung mit Mindestrente“. Hemker erläuterte, dass die AG60plus gemeinsam mit den Jungsozialisten ein „solidarisches Generationenprojekt“ erarbeitet habe. Dieses sei mit den Gewerkschaften abgestimmt worden. Es soll Teil des Wahlprogrammes der SPD für die Bundestagswahl 2013 werden. Hintergrund ist die große Zahl der Armen im Rentenalter. Diese Altersarmut sei eine große Bedrohung für die Demokratie, so Hemker. Das Grundsicherungsniveau werde bei immer mehr Menschen unverschuldet unterschritten und auch eine kapitalgedeckte Zusatzversorgung sei in vielen Fällen nicht umsetzbar. Einzelne Punkte im Reformkonzept der AG60plus seien daher die Kopplung der Lohn- und Gehaltsentwicklung an die Rentenberechnung und die paritätische Finanzierung der Umlage. Durch eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage und ein Streichen der Eindämmungsfaktoren soll die bisherige Berechnungsgrundlage für die Rentenbeiträge erweitert werden.

Weitere Diskussionspunkte des Abends waren u.a. das Renteneintrittsalter und die zuletzt beschlossenen Abschläge bei der Frühverrentung, der Ausgleich bei Erwerbsminderung und die augenblickliche Diskussion beim sog. Rentendialog.

Reinhold Hemker warb dafür, gerade bezüglich der Vermeidung der Altersarmut den Diskussionsprozess aufzugreifen und den aktuellen Entwicklungen mit dem entwickelten Konzept politisch entgegen zu treten. Generationengerechtigkeit bedeute nicht nur, das letzte Kindergartenjahr gebührenfrei zu gestalten, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Menschen im Alter menschenwürdig leben können, der Lebensabend finanziell abgesichert sei. Hier liege eine große Gestaltungsaufgabe der SPD für die nächsten Jahre.

Alternative Wohnformen für Senioren

2011 06 06_1124-klein SPD Fraktion besucht AWO Wohnheim in der Klosterstraße

Die SPD Fraktion im Rat der Stadt Ibbenbüren besuchte am vergangenen Montag das AWO Wohnheim in der Klosterstraße. Die Leiterin der Einrichtung, Frau Ferdinand-Lambrecht, erläuterte zunächst den Fraktionsmitgliedern die Struktur und die Arbeit der Einrichtung und stand dann für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung.

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung wie auch den kommunalen Versorgungsträgern gestalte sich gut und verlässlich, so Frau Ferdinand-Lambrecht. Die Einrichtungen würden untereinander auch helfen, insbesondere in Notfällen würden sogar die Kapazitäten anderer Einrichtungen abgefragt und Interessenten an dieses verwiesen. Besorgniserregend sei für die Träger die Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Qualifiziertes Personal sei nur noch schwierig zu bekommen.

In der nachfolgenden Diskussion, die von den Fraktionsmitgliedern Hannes Bierwirth und Gerda Budke, die auch den Besuch inhaltlich vorbereitet hatten, geleitet wurde, ging es den Fraktionsmitgliedern insbesondere um die Frage, wie sich die Wohnsituation für Senioren und alte Menschen in Ibbenbüren weiterentwickeln sollte und wie ggf. die Politik hier auch begleitend tätig werden kann. Deutlich wurde, dass alternative und differenzierte Wohnformen, ruhig auch in kleineren Einheiten wünschenswert sind und auch verstärkt nachgefragt werden. Fraktionsvorsitzender Hermann Hafer versprach die Anregungen aus dem Gespräch mit in den politischen Prozess einzubringen.

SPD-Fraktion besichtigt Aaseebad

SPD 036Ibbenbüren. Die SPD-Fraktion besichtigte am vergangenen Montag den aktuellen Stand der Umbauarbeiten im Aaseebad und infomierte sich über den Fortgang der Arbeiten. Die Fraktionsmitglieder zeigten sich erfreut, dass die Umbauarbeiten im Zeitplan liegen und damit einer Wiedereröffnung zum 01. Mai 2010 derzeit nichts im Wege stehe.

Die Mitglieder der Fraktion ließen sich die entsprechenden Bautenstände und die noch folgenden Bauabschnitte erläutern. Fraktionsvorsitzender Hermann Hafer stellte fest, dass die bereitgestellten Mittel offenbar gut eingesetzt seien. Bereits jetzt lasse sich deutlich die neue Struktur des Bades erkennen. Er erhoffe sich hiervon eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Bades.

Im Hinblick auf die zuletzt im Sportausschuss geführte Diskussion über die Preise und die Öffnungszeiten des Bades regte Bürgermeister Heinz Steingröver an, zu diesen Fragen auch nochmals die Fachleute des hinzugezogenen Beratungsbüros zu hören. „Das Bad soll durch den Umbau attraktiver werden. Wir müssen aber auch auf die wirtschaftliche Seite achten. Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden,“ so Steingröver weiter. Es müsse ein ausgewogenes Mittel zwischen wünschenswert und realistisch unter Beachtung der Vorgabe – keine zusätzlichen laufenden Kosten – geben, ergänzte Angelika Wedderhoff.