Blogartikel vom 30.7.20

von Hermann Hafer
(Fraktionsvorsitzender der SPD Ibbenbüren)

Wir denken Mobilität neu

In Ibbenbüren wir zurzeit ein Mobilitätskonzept erarbeitet, um den Verkehr zukunftsfähig zu gestalten. Dabei ist es uns als SPD wichtig, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen.
Es hat bislang schon viele Gespräche und Workshops gegeben, um ein zukunftsfähiges und für alle tragbares Konzept zu erarbeiten. Diese Verfahren werden wir auch zukünftig einfordern. 
Dabei darf es keine Tabus geben, was die Verkehrsmittel angeht. Aus ökologischer Sicht muss in Zukunft der ÖPNV und das Fahrradfahren stärker gefördert werden, um den Individualverkehr einzuschränken. Wichtig ist auch ein vernünftiges und respektvolles Miteinander zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern.

Natürlich kann man den Verkehr nicht von heute auf morgen zukunftsfähig machen. Es müssen noch viele Dinge geregelt werden.

So müssen die Wege und Straßenkreuzungen für Fußgänger sicherer gemacht werden. Fahrradwege, besonders zwischen den Ortsteilen, müssen ausgebaut und beleuchtet werden. Der ÖPNV (der also öffentliche Nahverkehr mit Bus und Bahn) muss optimiert und bürgerfreundlicher gestaltet werden, Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos müssen errichtet werden, usw. 

Wir werden uns auch für die  Einrichtung von weiteren Tempo-30-Zonen in Wohnsiedlungen und den Ausbau von Fahrradstraßen einsetzen. Es gibt also noch viel zu tun, wenn wir den Verkehr in unserer Stadt fit machen wollen für die Zukunft. Aber wir sind auf einem guten Weg und werden auch dieses Zukunftsprojekt vernünftig umsetzen.

Tempo 30 in Wohnsiedlungen

Die SPD beschäftigt sich seit langem mit diesem Thema. Im Rahmen des Mobilitätskonzeptes muss diesbezüglich gehandelt werden. Einen entsprechenden Antrag haben wir in der Sitzung des Rates im Juni eingebracht.

In Wohnsiedlungen wird einfach zu schnell gefahren. Das ist für Kinder, aber auch für sonstige Verkehrsteilnehmer sehr gefährlich. Allein ein Appell an die Autofahrer reicht in vielen Fällen nicht  aus, das Tempo muss begrenzt werden. Diese Begrenzung muss aber auch durch gut sichtbare Beschilderung gekennzeichnet,  und von den Ordnungsbehörden kontrolliert werden. Nur so lässt sich in den Siedlungen ein vernünftiges Miteinander erreichen. Das fordert nicht nur die Sicherheit für alle, sondern erhöht auch den Wohnkomfort. Letztendlich wird dadurch auch noch etwas positives für das Klima getan, was ja gerade in der heutigen Zeit und auch für die Zukunft sehr wichtig ist.

ÖPNV

Ein wesentlicher und wichtiger Teil  des Mobilitätskonzeptes der Stadt ist der ÖPNV.

Dieser  muss dringend  im Sinne von Bürgerfreundlichkeit optimiert werden. Das bedeutet, mehr Linien, bessere Taktung, umweltfreundliche Antriebe in den Bussen und attraktive Preise. Auch die Einbindung der Ibbenbürener Bahnhöfe ist ein Muss. Nur so lässt sich der Individualverkehr reduzieren um die Umwelt zu schonen.

Unsere Forderungen im einzelnen:

- 2 Busrundlinien, die die Bahnhöfe in Laggenbeck und Esch besser ans Zentrum anschließen
- Ausbau des Bahnhofes Esch analog der neuen Mobilstation in Laggenbeck
- barriererfreier Ausbau des Hauptbahnhofes inkl. Bahnhofsumfeldgestaltung
- Konzept für den Güterbahnhof
- Bau eines Radweges an der Ledder Straße
- Verschärfte Kontrolle beim Zuparken von Radwegen
- weitere Radabstellmöglichkeiten/Radstationen
- mehr Ladestationen für E-BIkes
- Tempo-30 in allen Wohngebieten
- Mehr Spielstraßen
- Einführung eines Carsharing-Konzeptes
- Fahrradfreundliche Ampeln

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