AsF (Arbeitskreis Sozialdemokratischer Frauen) Ibbenbüren

Am 26. August 2019 wurde der Vorstand der AsF Ibbenbüren neu gewählt. Gewählt wurden:

  • Vorsitzende: Susanne Spilker-Gottwald
  • Stellvertretende Vorsitzende: Doris Lampe
  • Beisitzerinnen: Annemarie Sämel
  • Marlies Stienecker
  • Monika Wrocklage
  • Sonja von Gostomski 

eMail: asf@spd-ibbenbueren.de

Die ASF hat sich die Gleichstellung von Frauen und Männern in Partei und Gesellschaft zum Ziel gesetzt. Der AsF Ibbenbüren gehören automatisch alle weiblichen Mitglieder der SPD Ibbenbüren an. Die Mitgliedschaft in der SPD ist aber keine Voraussetzung für die Mitarbeit in der AsF, denn die ASF ist offen für alle Interessentinnen und freut sich über jede, die an der Ereichung der Ziele mitarbeiten möchte.

In den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaften heißt es über die ASF:
"Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich die Gleichstellung von Frauen und Männern in Partei und Gesellschaft zum Ziel.

Aufgaben der ASF sind:Die Interessen und Forderungen der Frauen in der politischen Willensbildung der Partei zur Geltung zu bringen und die politische Mitarbeit der Frauen in der Partei so zu verstärken, dass die politische Willensbildung der Partei gleichermaßen von Männern und Frauen getragen wird.
Frauen mit der Politik und den Zielen der Partei vertraut zu machen, zur Änderung des gesellschaftlichen Bewusstseins beizutragen und weitere Mitglieder zu gewinnen.
Im Dialog mit Gewerkschaften, Verbänden, Organisationen und der deutschen und internationalen Frauenbewegung gemeinsame Forderungen zuentwickeln und durchzusetzen.Der ASF gehören automatisch alle weiblichen Mitglieder der SPD an - das sind rund 150.000 Frauen (gut 31 Prozent der SPD-Mitglieder) - , eine formale Mitgliedschaft, etwa mit Aufnahmeantrag - gibt es nicht. Dennoch ist die ASF eigenständig: Sie hat einen eigenen organisatorischen Aufbau - analog zum Aufbau der SPD - und sie fasst eigenständige Beschlüsse.

Die Frauen, die in der ASF mitarbeiten, spiegeln die weibliche Bevölkerung in der Bundesrepublik wider: Es sind junge und alte Frauen, Berufstätige und Familienfrauen, Arbeiterinnen und Lehrerinnen, Schülerinnen und Studentinnen, also Frauen aus verschiedenen Generationen und mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und demzufolge auch unterschiedlichen Auffassungen, die sich in der ASF zusammenfinden. In einem sind sie sich einig: im Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen, und dafür setzen sie sich alle ein.

Die ASF ist damit der Ort, an dem frauenpolitische Zielvorstellungen, Positionen und Programme der SPD vorgedacht und vorformuliert werden. Das bedeutet, dass das Programm der ASF nicht immer in allen Teilen identisch ist mit dem, was die SPD will. Anders ausgedrückt: die ASF ist der Gesamtpartei immer ein Stück weit voraus. In der Regel werden ihre Ideen erst zeitversetzt, also mit einer gewissen Verzögerung, aber dann oftmals doch "offizielle" SPD-Politik.
 

100 Jahre Frauenwahlrecht - ein geschichtlicher Abriss

Der 19. Januar 1919 ging damals in die Geschichte ein. Es war der erste Tag, an dem auch Frauen zur Wahl gehen und selber kandidieren durften. Über 80% der wahlberechtigten Frauen nutzten damals ihre Chance und gaben ihre Stimme ab. Von den insgesamt 423 Sitzen aller Abgeordneten im Frankfurter Parlament wurden 37 an Frauen vergeben – ein guter Start.

Die historische Grundlage des Frauenwahlrechts lässt sich in der Französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts finden. Seitdem erfolgte ein jahrhundertelanger Kampf um die Gleichstellung mit dem Mann. In kleinen Gruppen und Vereinen fing die Frauenwelt an, sich für ihre Rechte stark zu machen. Dem wurde zunächst entgegengewirkt durch Verbote und Einschränkungen der öffentlichen Partizipation der Frau. Sie durfte weder in Vereinen aufgenommen werden noch an Versammlungen teilnehmen, womit ihr praktisch jegliche politische Betätigung untersagt war. Durch Persönlichkeiten wie Hedwig Dohm oder Minna Cauer gelangte das Frauenwahlrecht später in Wahlprogramme von Parteien und gewann somit an Zustimmung, sodass auch die Einschränkungen der Frau aufgehoben wurden.

Ende September 1917 setzten sich immer mehr Bürgerinnen für das Frauenwahlrecht ein und sie forderten beim preußischen Landtag ein allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht. Diese Forderung wurde am 17. Dezember durch eine Kundgebung mit über 1000 Frauen unterstützt.

Der stetig anwachsende Druck der Frauen und die politische Lage in Deutschland im Jahr 1918 führte dazu, dass eine Wahlrechtsreform ausgerufen wurde, die den Frauen das aktive und passive Wahlrecht zusprach.
Am Anfang des nächsten Jahres durften Frauen bei der verfassungsgebenden Nationalversammlung das erste Mal wählen oder sich zur Wahl stellen.

Am 19. Februar hielt dann die Sozialdemokratin Marie Juchaz als erste Frau eine Rede auf der Nationalversammlung, die mit den folgenden Worten anfing:
„Meine Herren und Damen! Es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als freie und gleiche im Parlament zum Volke sprechen kann [...]. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“1

Am Anfang waren es noch einzelne Frauen, die sich unermüdlich für ein Frauenwahlrecht einsetzten. Im Laufe der Zeit wurde ihre Anzahl größer und sie versammelten sich in Vereinen und Vereinigungen. Letztendlich wurde der Kampf der Frauen dann im Jahr 1918 durch eine Wahlreform beendet, denn das erste Mal durften Frauen wählen gehen. 100 Jahre später feiern wir das Frauenwahlrecht, was für uns heutzutage eine Selbstverständlichkeit ist. Nach der Reform von 1918 durften Frauen im Jahr 1919 wählen gehen.

Ein Bericht der Kepler-Geschichtsschüler Nico Heidemann, Lea-Marie Krieger, Dennis Mantler und Andrej Tippel
Quelle: https://www.100-jahre-frauenwahlrecht.de/jubilaeum/100-jahre-frauenwahlrecht-geschichte.html (Am 08.01.2019)

AsF vor Ort: Moscheebesichtigung in Ibbenbüren

Lange haben wir darum gebuhlt, eine Führung für Frauen und von einer Frau in der Ibbenbürener Moschee zu bekommen. Am Montag, den 28.10.19 war es endlich so weit. Organisiert von unserer stellvertretenden Vorsitzenden Doris Lampe und unterstützt von Berkay Dalkiran, selbst Genosse und Mitglied der DITIB Gemeinde Ibbenbüren, kamen fast 40 Frauen unserer Einladung nach und betraten sehr gespannt die Moschee in Ibbenbüren an der Wilhelmstraße.

Dort erwarteten uns einige Frauen der Gemeinde, der Imam, Berkay und unsere Moscheeführerin Frau Mert vom DITIB Landesverband Münster. Nach einem kurzen geschichtlichen Abriss über die Entwicklung der DITIB Gemeinde in Ibbenbüren, vorgetragen von Berkay, erläuterte uns Frau Mert die wichtigsten Elemente der Moschee und einige grundsätzliche Dinge zum Koran und den Islam. Die Gestaltung im Innern der Moschee beeindruckte alle sehr. Die kräftigen Farben der Teppiche, die kunstvollen Kalligrafien an der Decke, ein imposanter Kronleuchter und bunte Fliesen versetzen uns alle ins Staunen. Absoluter Höhepunkt der Besichtigung war die Möglichkeit das Abendgebet im Gebetsraum mitverfolgen zu dürfen.

Völlig fasziniert von den Erlebnissen klang der Abend in den Gemeinderäumen aus. Die Frauen der DITIB Gemeinde hatten Tee und Gebäck vorbereitet und die vielen lebhaften Gespräche zeigten mehr als deutlich, wie sehr alle das Erlebte wertschätzten. Vielen Dank an die DITIB Gemeinde, dass wir so freundlich empfangen wurden und dass wir auf eine so intensive Art und Weise einen kleinen Eindruck ins Gemeindeleben und den muslimischen Glauben erhalten durften.

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